Über mich

Susanne Habermann wurde 1981 in Nürnberg geboren. Einer Legende zufolge kam sie bereits mit Buntstiften in der Hand zur Welt. Diese Legende konnte nicht verifiziert werden, allerdings steht fest, daß Susanne Habermann zeichnet und malt, seit sie einen Stift halten kann (siehe Beweisfotos).

Nach dem Studium der freien Malerei (und Kunsterziehung bis zum 3. Semester) in der Klasse Munding und einem Gaststudium an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe wagte sie gleich den Sprung in die Selbständigkeit.
Seitdem zeichnet sie Portraits, Tierportraits, gibt Zeichenunterricht und illustriert.
Sie wohnt und arbeitet in Fürth und Nürnberg. 

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Technik und Arbeitsweise

Meine Arbeiten sind zeichnerische Malereien. Zwar arbeite ich mit einem klassischen Zeichenmedium, dem Buntstift, aber das Erscheinungsbild ist malerisch.

Wir werden im Alltag geradezu mit Fotos und Filmen überschüttet. Seit die Digitalfotografie teure Filme überflüssig gemacht hat, ist Fotografieren so billig wie nie, jedes Handy ist eine Kamera und jeder Computer ein Fotolabor. Natürlich ist es angenehm, immer und überall schnell ein paar Fotos machen zu können – aber dabei gehen auch die wirklich wichtigen Momente schnell in der Bilderflut unter. Fotos sind alltäglich geworden und verleihen dem Bildmotiv heute nicht mehr die Aura des Besonderen und Erinnerungswürdigen, die sie ihm früher verliehen haben.

Dadurch, dass ich Motive in Zeichnungen umsetze, gebe ich ihnen ihre Faszination und Einmaligkeit zurück. Eine Zeichnung hat eine völlig andere Ausstrahlung als ein Foto, sie ist ein Unikat und fesselt auf eine ganz eigene Art und Weise. Im Gegensatz zum Foto ist ein von Hand gemaltes Bild ein Einzelstück, und das Medium Zeichnung allein zeigt dem Betrachter, dass hier ganz bewusst ein Motiv ausgewäht und festgehalten wurde. Eine Zeichnung ist die besondere Darstellung eines besonderen Motivs. 

Für meine Bilder arbeite ich ausschließlich mit qualitativ hochwertigen Stiften von Faber-Castell, mit denen ich beim Zeichnen eine nahezu fotorealistische Oberfläche erzeugen kann. Währende des Zeichnens treten neue Strukturen hervor, durch das Auftragen von Lasurschichten entstehen neue Farben und die Stifte hinterlassen auf dem Papier ein Relief, das man beim Streichen über die Oberfläche spürt. Die Farben sind intensiv und das Motiv scheint dem Betrachter entgegen zu springen. Diese Plastizität zu schaffen, fasziniert mich.

Die Arbeit an einer Zeichnung erfordert viel Konzentration, Geduld und Detailversessenheit. Die Versenkung in ein Motiv ist meine Auseinandersetzung mit der Realität, die man sonst nicht derart exakt wahrnimmt. Ich sammle die Facetten der Realität in meinen Bildern, bis aus den zahllosen Details ein Ganzes geworden ist, das mit seiner Ausstrahlung und Intensität die Seele des Motivs für jeden sichtbar macht.

 

Beratung Text: Stephan Nestel http://www.stephan-nestel.de/