Zeichenunterricht für Kinder

Zeichenkurse
  • – ab welchem Alter ist es sinnvoll-

    Wer bemerkt, daß sein Kind sehr viel Spaß am Zeichnen hat und auch ein gewisses Talent dahinter vermutet, möchte es häufig fördern.
    Doch ab welchem Alter ist Zeichenunterricht für Kinder sinnvoll?
     
    Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Manches Kind ist mit 5 Jahren bereits so weit, bei manchem kann man bis zum Alter von 10 warten oder sogar länger. Viel wichtiger ist, WIE Ihr Kind zeichnet, was es zeichnet und ob es von sich aus besser werden möchte.
     
    Für Kinder ist Zeichnen häufig eine Art von Sprache.
     
    Sie drücken mit Bildern aus, was sie mit Worten noch nicht genau beschreiben können, manchmal auch Gefühle, Träume oder Ängste.
    Ein Kind, das zu früh den Eindruck bekommt, seine Zeichnungen seien „nicht richtig“ oder müßten verbessert werden, kann im schlimmsten Falle diese Sprache verlieren. Nicht wenige Erwachsene laufen mit diesem kleinen Trauma durchs Leben und haben regelrecht Angst zum Stift zu greifen.
     
    Aus diesem Grund sollte der Zeichenunterricht lieber später als früher beginnen.
     
    Sie brauchen sich keine Gedanken machen, irgendwelche „Fenster“ in der Entwicklung Ihres Kindes zu verpassen. Beim Erlernen eines Instruments oder dem Ballett-Tanz mag ein früher Einstieg unerlässlich sein, um irgendwann Chancen auf eine Profikarriere zu haben.
    Zeichnen kann man dagegen sogar noch im Erwachsenenalter erlernen. Van Gogh hat mit Mitte Zwanzig angefangen!
    Setzen Sie Ihren Nachwuchs also auf keinen Fall unter Druck.
     
    Wie erkennt man also den richtigen Einstieg?
     
    Ein Kind, das einfach völlig versunken vor sich hin zeichnet, ohne Wert auf „Realität“ oder „Richtigkeit“ zu legen, benötigt keinen Zeichenunterricht. Kaufen Sie stattdessen so viele Stifte und gutes Papier wie möglich. Lassen Sie es zeichnen und malen und in der eigenen Welt herumtollen.
    Irgendwann wird Ihr Kind womöglich fragen „wie man eine Kuh zeichnet“ oder „ein Haus“. In diesem Fall ist es am sinnvollsten als Elternteil selbst zum Stift zu greifen oder ein kleines Zeichenlernbuch zu kaufen, in dem Motive auf einfache Formen reduziert sind. Zeichnen Sie gemeinsam! Haben Sie keine Angst! Ihr Kind verlangt von Ihnen keine perfekten Zeichenkünste.
    Trauen Sie sich und haben Sie gemeinsam Spaß am Zeichnen.
     
    Hellhörig sollten Sie werden, wenn Ihr Kind Fragen stellt wie
    „Wie zeichnet man das RICHTIG?“ oder „Wie zeichne ich das IN ECHT?“.
    Dann wächst das Bedürfnis nach naturalistischer Darstellung der Wirklichkeit. Die Zeichenversuche werden nun meist sehr detailliert aber auch bemüht und verlieren die kindliche Unbefangenheit.
    Spätestens, wenn ein Kind, das früher begeistert gezeichnet hat Sätze von sich gibt wie „Das sieht nicht ECHT aus!“ „Ich kann nicht so gut zeichnen/Die anderen können besser zeichnen!“ braucht es ein bißchen Hilfe.
     
    Manchmal fangen Kinder auch von alleine an, Dinge nach der Realität zu zeichnen, zum Beispiel ein Spielzeug oder das Haustier oder fragen von sich aus nach Unterricht.
    Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um es mit Zeichenunterricht zu unterstützen.
    In dieser Phase des Lebens sollten Sie mit ihrem Nachwuchs auch in Ruhe besprechen, daß man alles im Leben lernen muß und niemand eine Fähigkeit einfach so kann. Auch Erwachsene, denen scheinbar alles leicht fällt, waren einmal Kinder, die das Lesen, Schreiben, Zeichnen oder Schwimmen sich erst Schritt für Schritt aneignen mußten. Lernen gehört zum Leben dazu.
    Manchmal ist es ein wenig anstrengend, aber dann etwas zu können macht Spaß!
     

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